Raptor mit 46´er OS
Der Raptor ist mit dem 36´er Thunder Tiger recht ordentlich motorisiert. Auch das Laufverhalten und die Handhabung sind allen Unkenrufen zum trotz völlig ausreichend. Möglicherweise liegt das aber auch daran, daß mir jemand mit “goldenen Händen” den Vergaser eingestellt hat.
Trotzdem packte mich irgendwann doch der Leistungshunger. Insbesondere die geringe Geschwindigkeit und Steigleistung bei höheren Drehzahlen machten mich etwas neugierig auf einen Leistungsschub. Dazu kamen 3 Möglichkeiten in Betracht: 1. ein Resorohr 2. Reso und anderer Motor (z.B. Webra 35) oder 3. ein größerer Motor. Dem neuen OS 46 FX wird viel Gutes nachgesagt ( leicht einzustellen, hohe Leistung und gutes Laufverhalten). Also sollte er seinen Weg in den Raptor finden. Hier folgt nun eine Umbauanleitung:

Flugtagebuch
Rappi 46 wartet auf seinen Erstflug
Der Crash-Report
So ein Absturz ist immer eine unschöne Sache, um so trauriger ist sie, wenn ein winziges und triviales Teil daran Schuld ist. Die Untersuchung der Crashursache förderte Erstaunliches zu Tage.
Der Klemmring auf der Hauptrotorwelle hatte sich in der Tat bewegt. Leider jedoch nicht weil ich den Sicherungslack vegessen hatte. Davon nehme ich aus schmerzlicher Erfahrung mit einer Benzinmechanik mehr als genug. Nein, die Schrauben waren bombenfest und auch gesichert. Vielmehr hat sich der Klemmring, bei starken neg. Manövern trotzdem bewegt. Die Madenschrauben, welche ja einen Schneidring haben, haben auf der Rotorwelle zwei tiefe Furchen hinterlassen und wurden erst durch den eingedrehten Absatz der Rotorwelle gestopt. Scheinbar war der Klemmring mit der Kraft des stärkeren Triebwerks überlastet, auch wenn ich gelaube, daß der Unterschied nicht so stark sein kann. Immerhin werden solche Teile mit genug Sicherheitsreserven konstruiert. Möglicherweise sollten auch normal gequälte Rappies regelmäßig daraufhin inspiziert werden, sicher ist sicher.
Das Resultat war eine Verschiebung der Rotorwelle inc. der Zahn- und Riemenrader. Der Heckriemen schliff am Zahnrad und an den Umlenkrollen. Eine der Umlenkrollen hatte sich halb aufgelöst. Die ganze Heckpartie der Mechanik sieht aus als hätte jemand eine Hand voll Mehl reingeworfen. Der von der Umlenkrolle abrutschende Zahnriemen führte zu einem teilweisen Blockieren der Mechanik. Die Folge daraus war, das Aussetzen des Motors und das Fehlen jeder Autorotationsfähigkeit. Das Ergebnis war dann auch ein sauberer Crash, super gerade aufgesetzt aber leider ungebremst. So´n Mist.
Zerstörungsliste :
Ich werde weiter berichten....
Stand 4.11.99
